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Versatility Ranch Horse

Hier ist die ganze Vielseitigkeit eines Westernpferdes gefragt

Die Disziplin Versatility Ranch Horse wurde von der American Quarter Horse Association (AQHA) erschaffen, um die All-Around-Fähigkeiten des American Quarter Horse zu fördern und die ursprüngliche Arbeit der Cowboys vorzuzeigen. Es handelt sich hierbei um einen Vielseitigkeitswettbewerb und ist in Kategorien mit verschiedenen Klassen unterteilt: Ranch Trail, Ranch Riding, Ranch Reining, Ranch Performance, Ranch Cutting und Ranch Cow Work. Bei uns auf der Ranch werden folgende Klassen zum Training angeboten:

Ranch Trail mit Rindern

Trainer: Klaus Fock, Oliver Kraft

Hier wird in einem Parcours, welcher aus mindestens 6 bis zirka 9 Hindernissen besteht, die Rittigkeit und die Kooperation des Pferdes abgeprüft. Die hierbei absolvierten unterschiedlichen Aufgaben simulieren dabei Tätigkeiten, welche aus dem normalen Alltag auf einer Ranch entlehnt sind. Es werden hierbei natürliche Hindernisse verwendet und der Parcours wird auch teilweise bei uns auf der Ranch außerhalb des Reitplatzes zu finden sein, um unser natürliches Terrain zu nutzen. Diese Hindernisse sind in Manier in den drei Grundgangarten zu bewältigen. Ein aufmerksames und williges Pferd wird positiv bewertet. Verpflichtend muss unter anderem über am Boden liegende Hindernisse (Stangen, Baumstämme in verschiedenen Anordnungen) geritten werden. Aber auch das Öffnen, Durchreiten und Schließen eines Tores sowie das Überqueren einer Holzbrücke und ein Rückwärtshindernis, ein Seitwärtshindernis und das Ziehen eines Baumstammes gehört zu den Pflichtaufgaben beim Ranch Trail. Um den Parcours je nach Klasse und Schwierigkeitsgrad zu varrieren, kann zusätzlich aus einer Anzahl an Wahlhindernissen ausgewählt werden. Einige Beispiele dafür sind: Heraussortieren und Ropen eines Rindes, dem Ground Tie oder dem Durchreiten eines Wasserhindernisses, uvm. …

Ranch Riding mit Rindern

Trainer: Klaus Fock

Eine tolle Disziplin, in welcher Reiter & Pferd vieles ausprobieren und lernen können. Es ist hierbei ein leichtrittiges Pferd gefragt und es wird die Fähigkeit des Pferdes gezeigt, sich unter dem Reiter im Arbeitstempo zu bewegen. Gezeigt werden die drei Grundgangarten jeweils rechts und links herum sowie Stopps, Rückwärtsrichten und Turns nach innen. Verstärkter Galopp und verstärkter Trab werden mindestens einer Hand verlangt. Zusätzliche Manöver wie Galoppwechsel sind möglich. Ein Pferd, welches mit natürlicher Kopfposition, aufmerksamen Ohren und in einer der jeweiligen Gangart angepassten Geschwindigkeit gezeigt wird, wird positiv bewertet. Auch die Durchlässigkeit und ein relativ loser, aber nicht durchhängender Zügel, werden mit Scores belohnt. Dies gilt ebenfalls für weiche Übergänge zwischen den Gangarten und exakte Gangartwechsel, wo diese verlangt sind. Die Ranch Riding kann bei uns außerhalb am Naturgelände oder innerhalb des Reitplatzes durchgeführt werden und als Highlight wird dies alles auch am Rind trainiert.

Ranch Cutting

Trainer: Joedy Cunningham

Der Ursprung dieser Disziplin ist auf den nordamerikanischen „Cattle Ranches“ zu finden. Beim jährlichen Roundup werden die Kälber separiert, um sie zu markieren und medizinisch zu versorgen. Bei der Disziplin Ranch Cutting muss der Reiter ein Rind aus der Herde abtrennen („to cut“) und das Pferd muss hierbei seine Fähigkeiten zeigen, dieses Rind zu kontrollieren und von der Herde fernzuhalten. Der Teilnehmer wird ein oder zwei Rinder von der Herde trennen und mit Hilfe von zwei Turn-Back-Reitern und zwei Herd Holders mit diesem(n) innerhalb eines Zeitlimits von 90 Sekunden bis hin zu 2 Minuten (abhängig von der Division) arbeiten. Das Ranch Cutting lehnt sich hierbei stark an die Anforderungen eines Arbeitspferdes auf einer Ranch an.

Ranch Cow Work

Trainer: Joedy Cunningham, Oliver Kraft

In der Ranch Cow Work zeigt ein Pferd seine Fähigkeit, ein einzelnes Rind zu arbeiten und zu kontrollieren. Hierbei wird aufgeteilt in Boxing, Fencing und Roping bzw. Zirkeln. Ein einzelnes Rind wird auf den Reitplatz gelassen und wird vom Reiter zunächst an der kurzen Seite des Reitplatzes gearbeitet („boxing“). Das Pferd zeigt hierbei seine Fähigkeit, das Rind zu kontrollieren. Wenn der Reiter der Meinung ist, dass das Pferd dies ausreichend gezeigt hat, treibt er in Folge das Rind an der langen Seite des Reitplatzes entlang, wendet es nach dem Mittelpunkt ab und treibt es in die entgegengesetzte Richtung. Anschließend überholt der Reiter das Rind nach dem Mittelpunkt erneut und wendet das Rind nochmals ab („fencing“). In Amerika muss der Reiter im dritten Teil das Rind mit dem Rope (Lasso) einfangen. Aufgrund der Bestimmungen des Tierschutzes in Europa wurde hierfür eine Sonderregelung geschaffen: hier muss für das Einfangen ein Break-Away-Rope verwendet werden. Dieses Lasso hat an der Schlinge eine Art „Sollbruchstelle“, diese stellt sicher, dass sich das Rope bei Zug öffnet. Als Alternative zum Roping hat aber der Reiter die Möglichkeit, das Rind in einer Acht zu zirkeln.

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Deine Leidenschaft ist es wert, ernst genommen zu werden.