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NHT - Natural Horsemanship Team

Trainer: André Stockinger

Nach 25 Jahren Berufserfahrung, und hunderten 4-beinigen Lehrmeistern, ist André zu der Überzeugung gelangt, dass ein guter Pferdetrainer ebenso individuell und offen sein muss, wie das Lebewesen, mit dem er arbeitet. So wenig wie ein Pferd die Menschen kategorisiert, so wenig darf der Mensch die Pferde nach einem dogmatischen Schema ausbilden.

"Das Trainieren von Pferden ist ein stetiger Prozess der Weiterentwicklung und weiterentwickeln kann sich nur derjenige,
der nicht aufhört, nach Lösungen zu suchen und nicht scheut, neue Wege zu beschreiten."

André Stockinger

Wie jeder Mensch ist auch jedes Pferd ein Individuum, das seine Eigenständigkeit fordert. Anleitungen und Ausbildungsskalen können uns eine ungefähre Richtung vorgeben, aber ein verantwortungsvoller Reiter wird jede nötige Abweichung in Kauf nehmen, die sein Pferd fordert. Wer genau hinhört, erkennt wann es an der Zeit ist, das Schema zu überdenken, das er bis dahin vielleicht als einzig richtige Lehre sah.
Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass das Wissen rund um das Wesen eines Pferdes, dessen Bedürfnisse und sein Verhalten die Grundvoraussetzung für gute Zusammenarbeit ist. Kaum jemand wird sich gegen diese Behauptung stellen, und doch wird allzu oft im täglichen Training darauf vergessen. Emotionen lassen uns ungerecht handeln, Zeitdruck verkürzt die Grundausbildung eines Pferdes auf ein beängstigendes Maß und mangelndes Fachwissen wird durch schärferes Equipment ersetzt. Dieser Entwicklung will NHT vehement entgegensteuern!

"Wenn man mit seinem Pferd in einer Sackgasse feststeckt, ist Hilfe von außen die vernünftigste Lösung, und oft kann schon ein kleiner Umweg Pferd und Mensch die Freude am Reiten zurückgeben!"

André Stockinger

Der gute Ausbilder unterscheidet sich vom Schlechten, weil er in der Lage ist, sein Training auf die Psyche des Pferdes abzustimmen, gerecht handelt und das Reiten ihm und seinem Pferd Freude macht.

„Die freiwillige Mitarbeit des Pferdes bringt mehr Annehmlichkeiten mit sich als alle Mittel, mit denen man es zu zwingen sucht.“

« Cavalerie française » Salomon de la Broue, 1593

Als der Ausbildungsweg des Pferdes noch ein viel längerer war und man die Reiterei noch als Kunst ansah, galt es als selbstverständlich das junge Pferd an der Hand, also vom Boden aus zu schulen. Man bereitete es körperlich auf zukünftige Lektionen vor, gymnastizierte es und ermöglichte ihm, die reiterlichen Hilfen später besser zu verstehen. Verantwortungsbewusste Ausbilder haben bis heute diesen Weg beibehalten. Nach Ansicht von NHT profitiert jedes Pferd von der Bodenarbeit – und nicht nur in der Grundausbildung! Vom einfachen Schenkelweichen bis zur Piaffe kann ein Pferd jede Lektion vom Boden aus erlernen. Die Bodenarbeit kann ergänzend, aufbauend, vertiefend, kurierend und vor allem abwechslungsreich auf die Reiterei Einfluss nehmen – darum beginnen wir unser Training hier.

„Wir bekämpfen nicht nur ein momentanes Symptom, sondern arbeiten an der Ursache und suchen einen neuen Zugang, um das Pferd wieder zur Mitarbeit zu bewegen.“

André Stockinger

Die Philosophie von NHT

Grundausbildung

Ein stabiles Fundament bildet die wichtigste Voraussetzung für jede weitere Anforderung, die man zukünftig an sein Pferd stellt. Die Jungpferde lernen bei NHT dem Menschen Respekt und Vertrauen zu schenken, werden gebisslos angeritten, und erst auf Trense geschult sobald die Reiterhilfen für das Pferd verständlich sind.

Gymnastik

Nach der Philosophie von NHT wird sehr früh mit der körperlichen Gymnastizierung der Pferde begonnen. Doppellonge- und Bodenarbeit bringen den Vorteil, dass Jungpferde weit besser ausbalanciert sind und schon nach wenigen Wochen unter dem Sattel auch in den Seitengängen geschult werden können.

Reitstilunabhängig

NHT vertritt die Meinung, dass die einzelnen Reitstile und Disziplinen viel voneinander lernen können. Egal, ob Englisch, Western oder Spanisch – NHT verschreibt sich keinem von ihnen, sondern nur der ehrlichen Arbeit im Sinne des Pferdes.

NHT und Turniersport?

Eine Aus- oder Weiterbildung nach NHT widerspricht sich nicht mit Turnierambitionen, sondern ergänzt die hohen Ansprüche des Sports mit den nötigen Rahmenbedingungen. Ein Pferd, das problemlos in den Hänger steigt, das gelernt hat dem Reiter Aufmerksamkeit zu schenken, das seine Nerven bewahrt und mit Spaß bei der Sache ist, weil es seine Aufgaben verstanden hat, wird auch mehr leisten können und wollen.

NHT und Freizeitreiter?

Gerade wenn man Reiten als pure Entspannung genießen möchte, braucht man ein verlässliches Pferd. Geländesicher, umgänglich, fein auf die Reiterhilfen eingestellt und kooperativ dem Menschen gegenüber. Weitere Informationen unter www.nht.cc.

Horsemanship in seinem Sinne bedeutet zu lernen,
die Pferde lesen zu können und ihnen zu antworten in einer Sprache, die sie verstehen.

Jean-Claude Dysli